Das malerische und gepflegte Städtchen Pájara hat trotz seiner administrativen Bedeutung der touristisch geprägten Halbinsel Jandia nur wenige Einwohner.
Im Ort Pájara (nicht zu verwechseln mit der Gemeinde von Pájara) leben rund 700 Menschen und im Städtchen sieht man für Fuerteventura Standards viel Grün in Form von Bäumen und Sträuchern. Es gibt sogar Rasenflächen und ein öffentliches Freibad. Nicht weit vom modernen Rathaus befindet sich die feine alte „von Kamelen gezogene“ Wassermühle und daneben der schön bepflanzte Kirchplatz.
Die Kirche „Iglesia Nuestra Señora de Regla“ wurde zwischen 1687 und 1711 erbaut und ist eine der schönsten der ganzen Insel. Viele verschiedene Motive dekorieren das steinerne Portal. Die Jungfrau auf dem Altar wurde von einem wohlhabenden Emigranten (der Legende nach einem Mexikaner) hergebracht. Heute weiß man, dass die Jungfrau wie auch die Steine des Portals aus Italien stammen.
Nicht weit von Pájara entfernt findet man die winzige verschlafene Stadt Tuineje. Ganz in der Nähe kämpften einst 1740 siebenunddreißig Bauern mit nur fünf Muskets und verschiedenen Ackerbaugeräten bewaffnet gegen fünfzig englische Piraten, die über Waffen und Kanonen verfügten. Der Kampf fand auf dem Berg „Montaña de Tamacite“ statt und – überraschenderweise – gelang es den Einheimischen, die viel größere und besser bewaffnete Truppe der Engländer zu besiegen. Dreißig Engländer und fünf Inselbewohner, so genannte Majoreros fanden an diesem Tag den Tod. Zwei eroberten die Kanone, die heute immer noch im Museum von Betancuria zu besichtigen ist.
Diese Szene wurde in einem Gemälde in der Kirche „San Miguel Arcangel“ verewigt.