Nachfolgender Artikel stammt aus der Feder von Alex Bramwell, ein auf den Kanaren lebender Zoologe und Autor des „Sunshine Guide to Gran Canaria“.
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Diese Eidechse ist endemisch, das heißt nur hier vorkommend, auf den östlichen kanarischen Inseln Fuerteventura und Lanzarote und deren dazugehörigen kleinen Inselchen, obwohl es auch an der Ostküste Gran Canarias eine kleine, wahrscheinlich erst vor wenigen Jahren durch den Menschen eingeführte Population gibt. Die Haria Eidechse ist die kleinste der Gallotias, eine Eidechse, die weltweit nur auf den Kanarischen Inseln zu finden ist.
Die Jungen mit weniger als 10cm Länge sind hell sandfarben und sehr schnelle Läufer. Wenn die Eidechsen älter und größer werden, werden sie dunkler. Manche ausgewachsene Männchen sind fast schwarz und auffällig grün gesprenkelt an den Flanken. Sie haben einen schwarzen Rachen. Ausgewachsene Atlantische Eidechsen können bis zu 25 cm lang werden.
Die Haria Eidechse bewohnt trockene und dürre Gegenden, Sanddünen und erstarrte Lavaarme. Man findet sie auf Fuerteventura entlang der Küsten bis hin zu den Gipfeln in Jandia. Sie lebt praktisch überall auf dem Archipel, gerne auch in den Gartenanlagen der Hotels und Apartments, wo sie sich auf Steinen und an den Wänden sonnt. Sie ist ein Allesfresser, frisst Wirbellose, Samen und Blumen und wird in den Ferienanlagen sogar recht zutraulich. Ihre Jäger sind Eulen, Raubvögel wie der Turmfalke ebenso wie Igel und Katzen.
Die Gran Canaria Eidechse Gallotia simonyi stehlini (auf dem obigen Bild zu sehen) wurde vor noch nicht allzu langer Zeit nach Fuerteventura eingeführt und bewohnt einige Barrancos (Schluchten und ausgetrocknete Flussläufe). Jede Eidechse, die mehr als 25 cm misst, ist höchstwahrscheinlich eine dieser Spezies. Sie ist viel größer als die Haria Eidechse, ausgewachsene Männchen können 70 cm lang werden.
Er ist endemisch, das heißt nur hier vorkommend, auf Lanzarote und Fuerteventura und deren größeren zugehörigen Inseln, Lobos mit eingeschlossen. Tarentola angustimentalis ist innerhalb seiner Reichweite recht bekannt, doch als Nachtaktiver sieht man ihn nur selten.
Am liebsten hält er sich in den alten Lavaarmen, den Sanddünen und auf trockenem, steinigem Grund auf, dort wo zumindest ein Minimum an Vegetation zu finden ist. Doch er sucht auch menschliche Behausungen auf und man sieht ihn abends und nachts ab und an im künstlichen Lampenlicht nach Insekten jagen. So wie viele Geckos wirft er seinen Schwanz ab wenn er in Gefahr ist und er kann seine Farbe verändern. Auf dunklem Grund wird er fast schwarz und sitzt er an weißen Wänden, dann wird er nahezu durchsichtig pinkfarben. Er ist ein gefräßiger Jäger von kleinen Insekten und Wirbellosen. Zur Vermehrung legt der Ostkanarengecko einmal im Jahr in der Zeit zwischen Mai und Juli zwei Eier in Mauer- oder Felsspalten.
Der Ostkanarenskink ist der größte Skink aller kanarischen Inseln. Er erreicht eine Länge von 25 cm, doch man sieht ihn nur selten, da er die meiste Zeit seines Lebens unter der Erde oder zwischen Felsen verbringt. Auf Fuerteventura und manchmal auch auf Lanzarote vorkommend, findet man ihn am Fuß trockener Steinwände und in felsigen Gegenden, wo der Grund feucht ist. Schnecken, Insekten und andere kleine Tiere werden von ihm gefressen, und auch Vegetarisches verschmäht er nicht.
Diese Spezies gebärt lebend, die Weibchen bringen jedes Jahr meist vier Junge zur Welt. Man glaubt, dass dieser Skink vom Aussterben bedroht ist, da Fuerteventura immer mehr austrocknet. Vielleicht gibt es ihn aber doch noch in größerer Anzahl als die Vermutungen verlauten lassen, da man ihn aufgrund seiner versteckten Lebensweise so selten zu Gesicht bekommt.